Krampf, Kampf und Sinn

All die Lücken im Text
nicht nur zwischen den Sätzen
wo im luftleeren Raum
sich Wahrheiten festsetzen
Die von der Tradition
wer hier gibt und wer nimmt
Die von der Verantwortung
die nie und immer für jeden stimmt
Die von der Distanz
wer sie setzt und wer aufhebt
Die von der Moral
die am Ende unbeliebt
aber fett
auf der Geschichte drauf steht

All die gedanklichen Kämpfe
für alles, was lohnt
gegen Moral, Distanz, Verantwortung und Tradition
heben sich immer auf in dem Moment
wo man ein zweifelndes Gegenüber
als Verbündeten erkennt

Doch noch nie
schlug man Zweifel mit Zweifeln
und müde vom Kämpfen
oder abgekämpft vor Müdigkeit
will niemand einsehen
dass schließlich und endlich
wieder nur bleibt
was irgendeine Gesellschaftsordnung
irgendwann einmal als Mann und Frau erfand
dass nur Tatsachen nach außen wirken
nie die echten Momente
nie was die beiden verband

Nur innen weiß man
macht alles Nichts der Zeit Sinn
Bist du, wer du sein willst
und ich bin, weil ich bei mir bin

Veröffentlicht in: Lyrik

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